Wieder in Österreich angekommen blieben mir gut zwei Wochen Zeit, um mich an die Zeitumstellung und das europäische Klima anzupassen, bevor die Wettkampfsaison in Europa startete. Bedingt durch die ungültigen Leistungen aus Clermont hatte ich noch keine Saisonbestleistung, was es für mich schwieriger machte, Startplätze in Top-Meetings zu bekommen. Glücklicherweise gelang es meiner Managerin dennoch, sodass ich kurzerhand beim World Challenge Meeting in Hengelo/NED starten durfte. Diese Nachricht erhielt ich am Donnerstagabend und so stieg ich Samstag früh in den Flieger nach Düsseldorf und von dort per Athletentransfer nach Hengelo. Es funktionierte alles reibungslos, was ich bei anderen Meetings in der Vergangenheit schon ganz anders erlebte.
So trat ich gut vorbereitet am Sonntag gegen sehr starke Konkurrentinnen, die größtenteils Bestzeiten weit unter 13 Sekunden hatten, an. Beim ersten Startversuch, den ich perfekt erwischte, beging eine andere Athletin leider einen Fehlstart und so wurde dieser wiederholt. Der zweite Start gelang mir ebenfalls gut und ich konnte mich bis zur 7. Hürde auf Augenhöhe mit den anderen Konkurrentinnen halten. Leider blieb ich an der 8. Hürde hängen, was mir den Rhythmus für die letzten Meter raubte und so konnte ich an der 10. Hürde nur knapp einen Sturz verhindern, wodurch die gute Zeit leider dahin war.
Dennoch zeigte mir dieses Rennen, dass ich auch bei normalen Bedingungen schnelle Zeiten laufen kann und ich genau so weitermachen muss, bis ich einen guten Lauf ins Ziel bringe, denn in den nächsten Wochen werde ich noch viele Chancen dafür bekommen.