Die 13er-Schallmauer ist durchbrochen – Staatsmeistertitel in 12,94 Sekunden
Wie schon in der Hallensaison ist auch in der Freiluftsaison bei den Österreichischen Meisterschaften sprichwörtlich der Knopf aufgegangen. Bereits im Vorlauf zeichnete sich eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den Läufen der letzten Wochen ab bevor im Finale dann alles zusammenpasste und ich zum ersten Mal die 13-Sekunden-Marke unterbot. An solchen Tagen weiss man im ersten Moment nicht was man anders gemacht hat als sonst. Es ist der Gefühlszustand, in dem man an nichts denkt und seinen Körper das machen lässt, was man im langen, harten Training erarbeitet und automatisiert hat. Dabei musste ich in den letzten Wochen sehr geduldig sein und auch Wettkämpfe mit schlechten Resultaten hinnehmen.
Umso schöner ist es natürlich, solche Leistungsexplosionen vor heimischem Publikum in Österreich bei wichtigen Meisterschaften zu erzielen und sich gegen die nationale Konkurrenz zu behaupten. Diese besonderen Momente, über die Ziellinie zu laufen, auf die Zeit zu schielen und zu wissen, gewonnen und eine internationale Topleistung abgeliefert zu haben sind jene, auf die man als Sportler hinarbeitet und welche man öfter haben möchte.
Mit dieser wichtigen Bestätigung im Rücken fühle ich mich bereit für die EM in zwei Wochen in Berlin, wo das Minimalziel für mich Semifinale heißt.
Die letzte Vorbereitung bis dorhin absolviere ich wieder in Wattenscheid, wo ich optimale Trainingsbedingungen vorfinde, bestens betreut werde und mich mittlerweile sehr gut eingelebt habe.
Road to Berlin – here I come!